Wie alles begann:                                Die Geschichte der Stadt- Straßenbahn in St. Georgen

 

 

Die Idee einer Stadt- oder Straßenbahn nach und durch St. Georgen ist über 40 Jahre alt. Ende des 2. Weltkrieges wurde eine O-Buslinie geplant, und die Oberleitungsmasten dafür  schon aufgestellt. Wie wir wissen, wurde nichts daraus.

In den fünfziger Jahren gab es bereits die ersten Pläne für eine Straßenbahnverbindung nach St. Georgen.

Ab den sechziger Jahren wurden diese Pläne konkretisiert: Das Stadtplanungsamt, legte z. B. den Hartkirchweg breit genug an, um dort in Zukunft einmal Gleise verlegen zu können.

 

 

 

 

 

1. Bauabschnitt

 

 

Als Anfang der achtziger Jahre, dann der erste
Bauabschnitt über Weingarten, Haid und den
Kirchplatz zum ’Zentralfriedhof’ (St. Georgen)
mit einem großzügigem Busbahnhof und
Park+Ride -Anlagen geplant wurde, flippten
die Herren des Pfarrgemeinderats und
Bürgervereins schier aus.

Eine Straßenbahn vor der Kirche?
Das kommt nicht in Frage!

Unverzeihlich, da die Planung des Projektes auch von
der Finanzierung her bereits komplett genehmigt war.
Das Resultat dieser Fehlentscheidung: Heute wendet
die Bahn elegant vor den Toren unseres Stadtteils.
Über den Kirchplatz rattern jetzt Regiobusse und der
Kraftverkehr, und alle schimpfen jetzt über die

miserable Busverbindung an das übrige

Freiburger Nahverkehrsnetz.

 


IST DAS BESSER ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Bauabschnitt

 

Als Weiterführung sollte eine Linie am ’Zentralfriedhof’ beginnen und - ähnlich der Linie 11 - über Vauban den restlichen Stadtteil erschließen.

Durch das Abwürgen des 1. Bauabschnittes war der zweite, wesentlich Wichtigere, in weite Ferne gerückt.

Zu spät erkannten die Verantwortlichen der oben genannten Einrichtungen die Fehler aus der Anfangszeit. Da konnte auch ein Gedenkstein an der Munzinger-Straße nicht helfen. Der Zug für die Stadtbahn nach St. Georgen war abgefahren.

Die Damen und Herren der Stadtbahngegner von einst sind heute längst nicht mehr aktiv und verstummt, aber die Folgen ihres Verhaltens sind und werden für St. Georgen immer heftiger.

 

Folgen:

 

Linie 11 ex C

1980 brauchte die gute alte Buslinie C von der Obergasse in die Innenstadt nur 18 Minuten. Wer heute an der Obergasse einen Bus besteigt weiß, dass diese traumhaften Zeiten längst vorbei sind! Ja, noch schlimmer: Egal, in welche Richtung man unterwegs ist, so richtig weiß man nie genau, wie es weitergeht.

 

Linie 14 ex H

1980 brauchte die Buslinie H von der Haltestelle ‚Linde’ zum Siegesdenkmal nur 22 Minuten. Heute ist die Taktung von 30 zwar auf 15 Minuten verbessert worden, aber die Fahrzeiten haben sich erheblich verlängert! Durch den Wegfall der Linie 13 fährt man von St. Georgen aus (oder zurück) noch eine Runde über die Laufener-Straße, und zur Krönung des Ganzen auch noch eine Ehrenrunde über die Damaschkestraße im Stühlinger, um dann nach einer ’Großen Stadtrundfahrt’ endlich am Siegesdenkmal gelandet zu sein.

Wie wir alle wissen, gibt es keine Garantie dafür, in Haslach einen Anschluss auf die Linie 5 zu bekommen. Da stehen wir nun also, am Scherrerplatz, und warten, oder machen die Stadtrundfahrt mit.

 

Fazit:

 

Wer in St. Georgen einen Bus besteigt, kauft sich am nächsten Tag ein Auto oder Fahrrad. Das ÖPNV-Angebot in St. Georgen ist katastrophal und nicht zu akzeptieren.

Diese enormen Verschlechterungen der Busanbindung sind die Folgen der neuen Straßenbahnstrecken: Der Bus soll nur noch als Zubringer fungieren! Wie wir alle wissen, klappt das aber nicht immer, und Studien haben erwiesen, dass eine Verbindung als unattraktiv gilt, sobald der Fahrgast umsteigen muss.

 

Zukunftspläne

Unsere Projekte sehen folgende 3 Stufen vor:

 

  1. Die Argumente und Gedanken, sowie das Interesse, in der Bevölkerung von St. Georgen wieder zu erwecken bzw. wach zu halten.
  2. Verbesserung der Busanbindung Auf der Haid und im Vauban.
  3. Bau der Straßenbahn durch St. Georgen.

 

 

Wie soll das Ganze gehen

 

Immer wieder hören wir die 'Argumente’: „Vergiss es: Es ist kein Geld mehr dafür da! Es ist vorbei!“

Wir aber sagen: „NEIN !!! Wir vergessen es eben nicht !!!“. Gute Projekte und Ansätze werden leider zu oft einfach ’totdiskutiert’ - aber nicht mit uns !!!.

 

Nun, ganz so schlimm sieht es eigentlich gar nicht aus: 2 Neubaugebiete werden erschlossen, Feinstaubbelastung, etc. sprechen für unsere Idee.

Wir, der u-BV, agiert mit seiner ganzen Kraft an der Durchsetzung der Straßenbahn durch St. Georgen !!!

 

Also:

Helfen Sie uns durch Ihre aktive Mitgliedschaft!

Unterstützen Sie uns bei der Arbeit mit den Behörden!

Unterstützen Sie uns bei unserer Arbeit an Infoständen etc.

 

Wir sind bestimmt keine ’Traumtänzer’.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass unser ehrenamtliches Engagement für dieses Projekt, auch langfristig,  mit Sicherheit kein ’Spaziergang durch die Instanzen’ werden wird! Die Lorbeeren hierfür werden wir vielleicht in 15-20 Jahren ernten – so realistisch sind wir schon …

 

 

Schlusswort

 

Wir geben erst auf, wenn wir an der Obergasse, Kapellenwinkel, Schneeburg etc. in eine Straßenbahn einsteigen können !!!!!!!

 

Hanspeter Schlatterer                                                                                                                                <<zurück